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In Kürze

  • Patricia Fischer, Architektin FH, kandidiert am 29. November 2026 für den Stadtrat
  • Sie verteidigt den grünen Sitz, den Sandra Reinhart seit 2019 hält
  • Ihr Plan: Energie für alle, sichere Schulwege, eine Stadt, die Hitze aushält, starke Familien, lebendige Kultur – und ein Stadtrat, der Rechenschaft ablegt

Amriswil wächst. Die Frage ist: mit welchem Plan?

Patricia Fischer kandidiert am 29. November 2026 für den Stadtrat von Amriswil. Mit den Rücktritten von Sandra Reinhart und Daniela Di Nicola werden zwei der neun Sitze im Stadtrat neu besetzt – darunter der Sitz, den Sandra Reinhart seit 2019 für die GRÜNEN gehalten hat. Ob Amriswil weiterhin eine grüne Stimme im Rat hat, entscheidet sich am 29. November.

Ich plane beruflich, wie gute Lebensräume entstehen. Diese Erfahrung will ich für Amriswil einsetzen – damit unsere Stadt nicht auf Kosten kommender Generationen lebt.
Patricia Fischer, Stadtratskandidatin

Mein Plan für Amriswil

1. Energie: Die Energiewende gehört allen

Steigende Energiepreise entlastet man nicht durch Abwarten, sondern durch Unabhängigkeit. Eigene Produktion und Speicher verringern die Abhängigkeit von Preisschwankungen – und die Wertschöpfung bleibt in Amriswil.

  • Demokratisierung des Solarstroms: Beteiligungsmodelle, damit auch Mieterinnen, Mieter und Stockwerkeigentümer von Solarenergie profitieren können (z. B. Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch, Bürger-Solaranlagen auf städtischen Dächern)

Ziel: Tiefe Energiekosten durch eigene, erneuerbare Produktion – nicht durch Verzicht auf die Zukunft.

2. Verkehr und Mobilität: Sicher zu Fuss und mit dem Velo

Wer will, dass Kinder selbständig zur Schule gehen und Ältere sich sicher bewegen können, muss den Langsamverkehr ernst nehmen.

  • Die Veloweg-Planung der Stadt konsequent umsetzen: Die Planung liegt vor, die IG Velo arbeitet seit Jahren daran – jetzt braucht es verbindliche Termine für Netzlücken, sichere Querungen und Abstellanlagen
  • Sichere Schulwege proaktiv angehen – nicht erst, wenn ohnehin saniert wird: Die städtische UNICEF-Befragung von über 1000 Kindern und Jugendlichen zeigt klar, wo es fehlt – stark befahrene Übergänge, schlechte Beleuchtung, das Bahnhofumfeld. Diese Schwachstellen gehören in ein eigenes Massnahmenprogramm mit Prioritätenliste
  • Den Busausbau ab Ende 2027 mit Velo- und Fussverkehr zusammendenken statt jedes Verkehrsmittel isoliert zu planen
  • Veloabstellplätze über den Bahnhof hinaus: Am Bahnhof wurde dieses Jahr investiert – gut so. Jetzt braucht es sichere, gedeckte Abstellplätze auch im Zentrum, bei Schulen und an Freizeitorten

Ziel: Ein Amriswil der kurzen Wege, in dem das Velo für Alltagsstrecken die naheliegendste Wahl ist.

3. Siedlungs- und Wohnqualität: Eine Stadt, in der man gerne draussen ist

Lebensqualität entscheidet sich im öffentlichen Raum – dort, wo wir uns begegnen.

  • «vorteil naturnah» weiterführen: Grünflächen biodiversitätsfördernd, hitzemindernd und unterhaltsarm gestalten – die Sommer mit Wasserentnahmeverboten und Hitzestress für Stadtbäume zeigen, wie dringend das ist
  • Entsiegeln, beschatten, begrünen: Asphalt- und Betonflächen, die es nicht braucht, aufbrechen und bepflanzen – auf Plätzen, Parkierungsflächen und Schulhöfen entstehen so kühle, versickerungsfähige Orte mit Schatten, die auch Starkregen besser aufnehmen
  • Aus «Zentrum Bahnhof / Portobello» lernen: Das Projekt mit rund 80 Wohnungen ist weit fortgeschritten – umso wichtiger, dass bei allen künftigen Gestaltungsplänen Freiraumqualität, Schatten, unversiegelte Flächen und klimaangepasstes Bauen von Anfang an verbindlich eingefordert werden. Hier bringe ich meine Berufserfahrung als Architektin direkt ein
  • Marktplatz und Zentrum beleben: Aufenthaltsqualität mit Bäumen, Schatten, Sitzgelegenheiten und Wasser statt Asphalt
  • Biodiversität auch im Privaten fördern: Beratung und Anreize für naturnahe Gartengestaltung – die städtische Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen bekannter machen
  • Ein intelligentes Lichtkonzept gegen Lichtverschmutzung: Licht gezielt dorthin, wo es der Sicherheit dient – etwa auf Schulwegen –, und weg von dort, wo es nur Insekten schadet, den Schlaf stört und Strom verbraucht: bedarfsgerechte Steuerung, warmweisse und abgeschirmte Leuchten, keine unnötige Dauerbeleuchtung von Gebäuden und Reklamen

Ziel: Ein Stadtbild, das an heissen Sommertagen kühlt, der Natur Raum gibt und zum Verweilen einlädt.

4. Familie: Amriswil als Familienstadt

Familien brauchen keine Sonntagsreden, sondern Betreuung, Räume und Angebote.

  • Ausserschulische Betreuung ausbauen: bedarfsgerechte, bezahlbare Tagesstrukturen – in enger Abstimmung mit der Volksschulgemeinde und den bestehenden Trägerschaften
  • Auf der starken Jugendarbeit aufbauen: Das YOYO mit Treffbetrieb, mobiler Jugendarbeit und Jobcoaching leistet viel. Was gemäss der städtischen UNICEF-Befragung fehlt, sind attraktive Treffpunkte für ältere Jugendliche – die schaffen wir.
  • Kinder und Jugendliche mitbestimmen lassen: Die Befragung zeigt den Wunsch nach Beteiligung an Stadtentwicklung und öffentlichem Raum – über Schulen und digitale Kanäle, regelmässig statt einmalig
  • Spielplätze aufwerten: naturnah, altersgerecht und in allen Quartieren erreichbar

Ziel: Eine Stadt, in der Kinder gut aufwachsen und Eltern Beruf und Familie vereinbaren können.

5. Kultur: «Leben mit Kultur» ernst nehmen

Amriswil nennt sich «Leben mit Kultur» – und hat allen Grund dazu: Kulturnacht, Kulturforum, Museen, Stadtführungen. Wer diesen Slogan trägt, muss das kulturelle Leben auch verlässlich unterstützen. Denn Kultur ist kein Luxus, sondern das, was aus einem Wohnort eine Heimat macht.

  • Verlässliche Unterstützung für Kulturschaffende und Kulturvereine
  • Kulturforum und Kulturnacht als Aushängeschilder stärken
  • Museen und Stadtführungen besser sichtbar machen – auch für Gäste von ausserhalb
  • Einfache Bewilligungsprozesse für Kulturveranstaltungen

Ziel: Ein Kulturleben, das Identität stiftet und Menschen aller Generationen anspricht.

6. Rechenschaft: Ein Plan, den alle nachprüfen können

Wer mit Plan regiert, darf sich auch daran messen lassen. Die Stadt Kreuzlingen zeigt, wie das geht: Ihr Legislaturprogramm ist öffentlich einsehbar – mit klaren Zielen und Massnahmen pro Themenfeld, unter Einbezug der Bevölkerung erarbeitet.

  • Ein öffentliches Legislaturprogramm für Amriswil: Der Stadtrat legt zu Beginn der Amtsperiode überprüfbare Ziele und Massnahmen vor – online zugänglich, nach dem Vorbild von Kreuzlingen
  • Regelmässige Rechenschaft: Der Stand der Umsetzung wird jährlich transparent ausgewiesen – was erreicht ist, was verzögert ist und warum
  • Bevölkerung einbeziehen: Die Erarbeitung nutzt bestehende Kanäle wie die UNICEF-Befragungen und offene Beteiligungsformate, statt hinter verschlossenen Türen zu entstehen

Ziel: Eine Stadtpolitik, die Versprechen in überprüfbare Ziele übersetzt – und sich daran messen lässt.

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Patricia Fischer

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