Themen

 

 

Klimawandel, Energie, CO2

 

Judith Zimmermann

 

Biodiversität

Der Rückgang der Biodiversität ist unbestritten – das zeigt nicht nur der erste Bericht des Weltbiodiversitätsrates. Auch die Rote Liste des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zeigt, dass in der Schweiz mehr als ein Drittel der Arten bedroht und weitere 10 % potentiell gefährdet sind. Der Verlust der Biodiversität gefährdet die Ökosysteme, die mit ihren Ökodienstleistungen wie Sauerstoffproduktion, Bodenbildung, Klimaregulierung, Bodenfruchtbarkeit, Bestäubung von Kulturpflanzen und vielem mehr unsere Lebensgrundlage bilden.

Dank der GRÜNEN wurde eine nationale Biodiversitätsstrategie entwickelt. Nun fordern wir, dass diese zusammen mit dem Aktionsplan Biodiversität mit griffigen Instrumenten und ausreichenden finanziellen und personellen Mitteln bei Bund und Kantonen umgesetzt werden.

Der Einsatz von Pestiziden muss durch die Stärkung der ökologischen Landwirtschaft und einer Lenkungsabgabe rasch eingeschränkt werden und besonders gefährliche Pflanzenschutzmittel sind sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Die Biodiversität muss auf landwirtschaftlichen Nutzflächen und im Siedlungsraum wieder zunehmen. Die Gewässer müssen rascher renaturiert und ökologisch aufgewertet werden. Dabei müssen Synergien mit Hochwasserschutz genutzt werden.

Die Förderung der Biodiversität verlangt auch eine haushälterische Bodennutzung und eine konsequente Raumplanung und griffigen Massnahmen zum Klimaschutz.

Der Erhalt der Biodiversität ist nicht zuletzt auch aus volkswirtschaftlicher Sicht äusserst wichtig, leistet sie doch einen wichtigen Beitrag zu Erosions- oder Hochwasserschutz und macht unsere Landschaft attraktiv für den Tourismus. Die Einstufung einer Art als «bedroht» bedeutet nicht nur, dass die Art Gefahr läuft, auszusterben, sondern auch, dass noch Hoffnung besteht. Die Schweiz war beim Wald und Gewässerschutz, beim Verbot von Phosphat oder mit der Einführung des Katalysators eine Pionierin des globalen Umweltschutzes. Das soll sie wieder werden und Gesetzte und Massnahmen fordern, welche den Rückgang der Biodiversität stoppen.

 

Landschaft, Raumplanung

Wir Grüne setzen uns dafür ein, dass unsere schöne Landschaft erhalten bleibt. Eine zielgerichtete Raumplanung orientiert sich am bestehenden Siedlungsgebiet und setzt den Fokus auf die Innenentwicklung. Dabei ist die Qualität der Bauten sowie der umliegenden Grünräume von entscheidender Bedeutung. Wir setzen uns ein für qualitätsvolles, dichtes Bauen in Zentrumslagen und Innenentwicklungskonzepte, die massgeschneidert pro Gemeinde erstellt werden und den jeweiligen Raumtyp berücksichtigen.

In der Kulturlandschaft sind andere Massnahmen gefragt als in Stadtzentren. Wir unterstützen jegliche Massnahmen, die zur Erhöhung der Durchgrünung von Siedlungen führen. Damit verbessert sich die Biodiversität nicht nur in der freien Landschaft, sondern auch im Siedlungsgebiet. Wir können alle einen Beitrag dazu leisten, packen wir es gemeinsam an!

Karin Bétrisey

 

Anstand, Fairness und Mauscheleien

Ein öffentliches Amt sollte dem Wohl der Allgemeinheit dienen und nicht dem eigenen Fortkommen und der persönlichen Beziehungspflege. Leider wird dieser Grundsatz regelmässig verletzt: Wir haben zwar kaum Korruption im engeren Sinne bei uns, kaum ein Beamter oder Polizist wird hierzulande mit einer Zahlung gütig gestimmt. Es begegnen uns aber täglich Situationen, in denen das öffentliche Interesse durch Amtsinhaber verletzt wird; gelegentlich in strafrechtlichem Sinne, häufig in der Grauzone zwischen erlaubt, unerlaubt und unanständig. Aufträge werden guten Bekannten oder gleich der eigenen Firma vergeben, die demokratische Mitbestimmung wird umgangen und Beziehungen zählen mehr als Leistung und Wirtschaftlichkeit.

Oft bleibt solches Gebaren unerkannt oder zumindest unbeachtet, man wischt unter den Teppich, was gute Bekannte und angesehene Personen in unangenehme Situationen bringen könnte. Nur selten kommt die ganze Wahrheit um Mauscheleien ans Licht.

Verletzungen des öffentlichen Interesses, im weiteren Sinne Amtsmissbrauch, schadet unserem Gemeinwesen mehrfach. Zum ersten wird Geld verschwendet (gelegentlich sind es Millionen), zum zweiten leidet die Qualität der geleisteten Arbeit und zum Dritten richten Mauscheleien erheblichen moralischen Schaden an: Die Bevölkerung verliert, zu recht, das Vertrauen. Es braucht gelegentlich Mut und Rückgrat, das allgemeine Interesse durchzusetzen. Aber es lohnt sich. Unter Begriffen wie Governance und Compliance sind Regeln entstanden, die auf Firmen, Körperschaften oder Vereine anwendbar sind. Regeln des Anstands, die vielen von uns selbstverständlich sind. Ihre konsequente Beachtung könnte manchem Schaden vorbeugen.

Dazu braucht es auch Transparenz und Offenheit. Thurgauer Grüne setzen sich mit Erfolg und an vorderster Front für mehr Transparenz, Fairness und Anstand ein. Wir werden auch künftig besser hinsehen. Wer als Politiker wirklich das Wohl des Volks anstrebt, wird gerne Regeln einhalten, Fragen beantworten und die Karten offenlegen.

Peter Dransfeld

 

Digitalisierung

Die Auswirkungen der digitalen Revolution auf unsere Gesellschaft werden voraussichtlich mindestens so gross sein wie die der industriellen Revolution. Heute werden die unterschiedlichsten Prozesse in Industrie, Heim und Gesellschaft mit Hilfe digitaler Mittel optimiert oder automatisiert. Und nun zeichnet sich ein zusätzlicher Trend ab.

So ermöglicht die Digitalisierung die Umsetzung nie zuvor dagewesener Geschäftsmodelle, die sich durch Autonomisierung, Flexibilisierung und Individualisierung kennzeichnen. So sind digitale Plattformen, über die gekauft und verkauft oder Dienstleistungen angeboten und bezogen werden können, aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die verschiedensten Werkstücke können in wenigen Stunden mit relativ geringen Kosten mit einem 3D Drucker für die Einzel- wie auch kleine Serienproduktion hergestellt werden. Und die Arbeit von, zum Beispiel, Schreibkräften und Kassenpersonal wird zunehmend von entsprechenden digitalen Lösungen übernommen.

Diese Umwälzungen in Wirtschaft und Gesellschaft verändern unser Aller privates und berufliches Leben. Die neue Arbeitswelt verlangt andere Kompetenzen als das bisher der Fall war. Einzelne Berufsfelder werden künftig nicht mehr gefragt sein und heute noch nicht bekannt Berufe werden neu hinzukommen. Ob diese Neuerungen zum Nutzen Aller sein werden oder ob es Verlierer geben wird, wie dies aufgrund der industriellen Revolution der Fall war, mit den damit verbundenen sozialen Unruhen, hängt massgebend davon ab wie wir heute die Weichen für die Zukunft stellen.

Wie können wir es schaffen ein breites Ausbildungs- und Weiterbildungsangebot für ein lebenslanges Lernen anzubieten, so dass wir Alle auf dem künftigen Arbeitsmarkt bestehen können? Was sind die passenden Weiterbildungsformate, so dass Alle von diesen profitieren können? Welche Kompetenzen werden künftig gefragt sein? Wer sind Vorreiter der Digitalisierung? Wer kann fehlende Kompetenzen und das sich ständig wandelnde nötige Fachwissen vermitteln? Welche Lehrkräfte müssen und sollten entsprechend geschult werden und wie?

Vertreterinnen und Vertreter der Grünen Thurgau suchen nach Antworten auf diese Fragen und setzten sich für den entsprechenden Aus- und Umbau des Bildungssystems ein, so dass Alle von der digitalen Revolution profitieren werden.

Judith Zimmermann

 

Gleichstellung/Gleichberechtigung

Wir engagieren uns für Lohngleichheit, für eine angemessene Vertretung von Frauen in Führungspositionen und in der Politik, für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und für eine Elternzeit. Wir GRÜNE setzen uns ein für die Ehe für alle, für gleiche Rechte bezüglich Elternschaft, für den konsequenten Schutz vor Diskriminierung und für die Sensibilisierung der Bevölkerung bezüglich verschiedener Lebensmodelle.

Didi Feuerle

 

Verkehr/Mobilität

Wir Grüne fordern eine umweltschonende Mobilität und somit die Stärkung des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs (Velofahrer und Fussgänger). Dazu müssen Ortsdurchfahrten siedlungsverträglicher gestaltet werden. Neu sollen Strassenräume von Fassade zu Fassade gelesen werden.

Die Aufwertung von Vorgärten, Brunnenplätzen und Vorplätzen sowie die Schaffung von Platz für zu-Fuss-Gehende und Radfahrende unterstützen wir Grünen genauso wie die Förderung von geschwindigkeitsreduzierenden Massnahmen, die gleichzeitig den Lärm reduzieren.

Die Elektromobilität selbst sowie die Platzierung von Ladestationen ist wichtig, damit der Umstieg zu klimafreundlicheren Fahrzeugen attraktiver wird.

Karin Bétrisey

 

Soziale Sicherheit

Die Solidarität mit gesellschaftlich Schwächeren hat für uns GRÜNE Priorität. Jeder Mensch hat das Recht, in Würde und selbstbestimmt zu leben. Wir setzen uns daher ein für eine solidarische Gesellschaft und ein starkes Sozialversicherungssystem wie AHV, IV und Sozialhilfe. Ein Ausgleich zwischen den Generationen, Arm und Reich und zwischen Frauen und Männern soll sichergestellt werden. Wir wehren uns gegen jede Art der Diskriminierung und Ausgrenzung von sozial Schwächeren.

Didi Feuerle

 

Nachhaltig Bauen

Die Häuser unserer Urgrosseltern waren oft ausgesprochen umweltfreundlich: Aus heimischen und nachwachsenden Materialien erstellt und mit bescheidenem Komfort genutzt, verbrauchten sie wenig Ressourcen, wenig Energie. Die vermeintlich unbeschränkte Verfügbarkeit von Ressourcen führte dann zwischen 1950 und 1970 zu einer Bauweise, die in Bezug auf die Nachhaltigkeit ausgesprochen unvernünftig war. Nach der Ölkrise (1973) wurde deutlich, dass es so nicht weitergehen konnte. Die Grüne Bewegung entstand, man suchte und fand Wege, bei Bau und Betrieb von Häusern Ressourcen zu sparen. Der Weg war zäh und man wurde bis um die Jahrtausendwende etwas belächelt, wenn man nachhaltiges Bauen forderte und förderte.

Heute haben wir einiges erreicht: Unsere Häuser verbrauchen nur einen Bruchteil der Energie, die ein Haus vor der Ölkrise brauchte, einige produzieren mit der Sonne sogar soviel Energie, wie sie selber über das Jahr gerechnet brauchen. Dennoch: es gibt noch viele ungelöste Aufgaben.

Zum ersten benötigen unsere heutigen energieeffizienten Häuser beim Bau viele Ressourcen, deutlich mehr als die technisch einfachen Häuser von 1970. Es gilt, auch dieser Grauen Energie Beachtung zu schenken, was erst in den allerletzten Jahren geschehen ist.

Das zweite Problem ist grundsätzlicher: Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft, die pro Person, pro Arbeitsplatz, Jahr für Jahr mehr Nutzfläche beansprucht. Wir brauchen zwar weniger Energie pro Quadratmeter, wir brauchen aber laufend mehr Quadratmeter. Hier ist noch viel zu tun, es sind Wege zu suchen, wie wir auf engerem Raum ein hohes Mass an Lebensqualität sicherstellen können. AAll dies auch unter Beachtung kultureller, ortsbaulicher und ästhetischer Aspekte umzusetzen, auch unter Einbezug historischer Bauten und ihrer ideellen Werte, wird uns in den nächsten Jahren fordern. Vertreter der Thurgauer Grünen waren massgeblich am bisher Erreichten beteiligt und sie werden es weiterhin sein.

Peter Dransfeld

 

Gesundheitswesen in Stichwörtern

Steigende Krankenkassenprämien rufen nach Massnahmen.

1. Analyse weshalb die überdurchschnittliche Steigerung, was sind die Kostentreiber?

  • Anspruchshaltung der Prämienzahler
  • Angebot der Leistungserbringer
  • Angst vor Regress
  • Medizin ein 'big business'
  • kostentreibende Strukturen

 

2. mögliche Massnahmen

  • Förderung der Hausarztmedizin schon auf universitärer Ebene
    Studenten sollen mindestens 30% von Grundversorgern unterrichtet werden.
  • Die klinische Untersuchung muss wieder Vorrang bekommen vor aufwendigen apparativen Abklärungen. Kommunikation verbessern.
  • Patientenwünsche kritisch abwägen
  • Ambulant vor stationär
  • Spezialisten limitieren
  • Spitalnotfallstationen nur für echte, in der Regel überwiesene Notfälle, andere zahlen Gebühr...
  • ärztlicher Notfalldienst verteilt auf Ambulatorien 24/7, welche abklären, behandeln, allenfalls weiterweisen.
  • Spitalschliessungen bzw. - Zusammenlegungen, Schwerpunktbildung, Mindestfallzahlen mit Qualitätskontrolle, Ärzteeinkommen davon entkoppeln.
  • Indikatoren wie Sectiorate, TP Rate, Infektionsrate ausbauen
    teure Krebstherapien überdenken, ethische Kommissionen
  • Grossmutterwissen auffrischen, neue Gruppierungen, welche Wissen vermitteln können. Selbsthilfegruppen. Förderung Eigenverantwortung.
  • Parallelimporte von Medikamenten und Hilfsmitteln ermöglichen
  • Generika breiter anwenden
  • Neue Medien können hilfreich sein, führen aber oft zu Verunsicherung
  • Palliativmedizin frühzeitig einleiten, Massnahmen im teuersten letzten Lebensjahr und Umgang mit dem Tod überdenken. Patientenverfügung.

Dr. med. Walter Lang

 

Migration und Integration

Noch waren so viele Menschen auf der Flucht vor Krieg, Konflikten, Verfolgung oder klimabedingten Katastrophen. Viele Länder reagieren mit Abschottung, Kriminalisierung und Ausgrenzung auf Geflüchtete und Migrierende. Wir GRÜNE bauen Brücken statt Mauern. Wir setzen uns für die Einhaltung der Menschenrechte ein, das Recht eines jeden Menschen auf eine sichere und würdige Existenz.

Wir GRÜNE engagieren uns mit unserer Politik gegen Fluchtursachen und wollen erreichen, dass niemand mehr gezwungen ist, sein Land gegen seinen/ihren Willen zu verlassen.

Brigitta Hartmann

 

Kultur und Sport

Wir GRÜNE setzen uns ein für die Förderung von Kultur und Sport.

  • Kulturelle und sportliche Angebote fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt und bauen Brücken zwischen Menschen verschiedener Herkunft und Hintergründe.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen zu kulturellen und sportlichen Angeboten haben.
  • Kultur kann (und soll) unserer Gesellschaft auch kritisch den Spiegel vorhalten und ihr dazu verhelfen, über sich selbst nachzudenken.

Brigitta Hartmann

 

Kontaktakt

Sekretariat Grüne Partei Thurgau
Barbara Imholz
Aspenstrasse 6
8580 Sommeri
Tel 071 410 06 01
sekretariat@gruene-tg.ch

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