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FEUERWERK GRENZEN SETZEN

Eben noch stehen wir unter dem Eindruck des Feuerwerk-Sturmes, der an Sylvester/Neujahr über den Erdball hinwegfegte als ob die Klimakrise schon überwunden wäre. Oder war es ein letztes Aufbäumen bevor endlich verantwortungsbewusste Politiker diesem Tun einen Riegel schieben? Müssen noch mehr Menschen und Tiere das unsägliche Geknalle und Geböller, den Feinstaub in der Luft und die Explosivreste am Boden hinnehmen?

Nach jahrelangem Hin und Her wurde vor 15 Jahren das Rauchverbot in Zügen der SBB, vor 10 Jahren, am 1.Mai 2010, das generelle Rauchverbot in Restaurants gesetzlich eingeführt, im vergangenen Jahr auch auf Bahnhöfen. Gott sei Dank!

Es ist jetzt Zeit, dass Behörden dem Feuerwerktreiben in Dörfern und Städten Grenzen setzen.

Dazu kann die Umweltschutzgesetzgebung und die Luftreinhalte- und Lärmschutzverordnung dienen. Falls diese Grundlagen ungenügend sind, so sind Parlamente gefordert, diese zu ergänzen.

Grenzen können analog zu den Raucherzonen mit Feuerwerkzonen z.B. im Bereich von Schützenhäusern gesetzt werden, wo zeitlich begrenzt dem schädlichen Treiben gefrönt werden kann. Behörden können mit Bewilligungen zurückhaltend sein und Alternativen zu Feuerwerk fordern. Veranstalter von Grossveranstaltungen - zB Seenachtsfest - sollen ideenreich mit Überraschungen punkten.

Begründung

Wir Menschen haben gelernt Feuerwerk als meist ungefährlich einzuordnen, auch wenn man sich im Kriegsgebiet wähnen könnte. Erschütternd sind jedoch die vielen Berichte zu körperlichen Schädigungen: Finger verstümmelt, ganze Hand abgerissen, Trommelfelle zerrissen, Augenlicht zerstört, die man im Anschluss an Feuerwerke lesen kann. Dazu kommen von Brand zerstörte Wohnungen und Häuser. Menschen mit Atem- und Herzproblemen leiden vermehrt unter der mit giftigem Pulvercocktail gesättigten Luft.

Tiere aber, insbesondere Hunde, Pferde und Vögel zu Land und auf dem Wasser (Winterquartier) reagieren oft äusserst verstört auf das stundenlange höllische Treiben.

Es ist unbegreiflich wie Grossverteiler nebst Tierfutter massenhaft grosse Feuerwerkbatterien, meist made in China, zu Spottpreisen verkaufen. Auf Elektronikgeräten zahlt man eine Entsorgungsabgabe, weshalb nicht auch auf Feuerwerk? Die Verkaufsstellen sollen sich auf den Aufräum- und Entsorgungskosten beteiligen.

Die Klimabombe tickt: Mensch, Tier und Natur leiden unter Gedankenlosigkeit.

Verhaltensänderungen sind schwierig, deshalb muss jetzt ein wirksamer, sichtbarer, Anfang gemacht werden. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo andere geschädigt werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung,

Grüne Bezirkspartei Kreuzlingen aus Kreuzlingen

 

 

 

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