Ich wünsche mir eine offene, tolerante Schweiz, in der man respektvoll miteinander umgeht, die Meinung anderer achtet und miteinander nach Lösungen sucht, ohne Andersdenkende auszugrenzen. Ich weiss, dass dies ein grosses Ziel ist. Aber wir sind privilegiert, in einem Land mit einer gut ausgebauten Demokratie und einem sehr hohen Lebensstandard zu leben. Dies ist nicht nur ein Geschenk, sondern auch eine Verpflichtung. Deshalb fühle ich mich verpflichtet, mich für andere einzusetzen, die weniger privilegiert sind.
Probleme gemeinsam lösen
Ich will mich für eine nachhaltige Politik einsetzen, die auch die Interessen der kommenden Generationen vermehrt berücksichtigt. Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit sind deshalb für mich zentrale Anliegen. In einer immer komplexeren und globaleren Umwelt müssen wir gemeinsam mit gegenseitigem Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme die Zukunft gestalten. Nur gemeinsam können wir die immer grösseren, oft grenzüberschreitenden Probleme lösen.
Ausstieg aus Atomenergie nötig
Die schrecklichen Ereignisse der letzten Zeit haben uns nicht unberührt gelassen, viele von uns sind aufgerüttelt worden. Die meisten von uns haben erkannt, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Nun müssen dem Umdenken aber auch Taten folgen. Die AKW-Katastrophe in Fukushima hat gezeigt, dass auch Kernkraftwerke mit einem hohen Ausbaustandard nicht wirklich sicher sind. Jedes Jahr kommt es auch in der Schweiz durchschnittlich zu einem Dutzend Störfällen. Deshalb ist ein definitiver Ausstieg aus der Atomenergie nötig.
Die Schweizer Landwirtschaft ist unter Druck. Die internationale Konkurrenz und der Preisdruck gefährden die Produktion qualitativ hochstehender Lebensmittel. Für mich ist klar, dass die Schweizer Landwirtschaft auf dem internationalen Markt nur eine Chance hat, wenn die hohen Standards für Ökologie, das Tierwohl und die Qualität auch für Importe gelten.
Die Landschaft besser schützen
Den forcierten Freihandel und den Einsatz von Gentechnologie lehne ich ab. Nur eine Landwirtschaft, die mit der Natur arbeitet, hat Zukunft. Jede Sekunde wird in der Schweiz ein Quadratmeter Grünfläche überbaut. So verschwindet täglich eine Fläche von zehn Fussballfeldern unter Strassen, Einkaufszentren, Parkplätzen und Häusern. Die Landschaft als nicht vermehrbares Gut muss besser vor der Zersiedelung geschützt werden.
Dank guter Infrastrukturplanung sollen Wohnen, Arbeiten, Bildung, Einkaufen und Freizeit wieder näher zusammengebracht werden. In Städten und Dörfern mit einer guten Lebensqualität verringern sich der Bodenverbrauch und der Ressourcenverbrauch ganz allgemein, und gleichzeitig können die Erschliessungskosten gesenkt werden.
Stimme für den grünen Thurgau
Es ist an der Zeit, dass der grüne Thurgau in Bern wieder eine Stimme erhält. Nach 16 Jahren als Gemeindeammann und 7 Jahren im Kantonsrat verfüge ich über einiges an politischer Erfahrung und will mich in Bern für eine gesunde Umwelt, gerechte Verteilung der Güter und verbesserte Chancengleichheit für alle einsetzen, für eine starke und fortschrittliche Schweiz, auf die wir alle stolz sein dürfen.
Silvia Schwyter
www.silvia-schwyter.ch