Grüne Partei legt Einnahmen und Budget offen

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Die Thurgauer Grünen machen öffentlich, vom wem sie Geld bekommen. Auch listen sie detailliert auf, für was sie es wieder ausgeben.

Der Ständerat hat Anfang dieser Woche einen Vorstoss gegen anonym finanzierte Abstimmungskampagnen gutgeheissen. Nun liegt der Ball beim Nationalrat. Stimmt auch dieser zu, werden Organisationen, die sich vor einem Urnengang engagieren, künftig die Herkunft ihrer Mittel deklarieren müssen. Die Grüne Partei Thurgau (GP) kommt dem Nationalrat zuvor und bricht mit einem der grössten Tabus der Schweizer Politik: Sie legt Einnahmen und Wahlkampfbudget offen.

Die Einnahmen bis September belaufen sich auf Fr. 88 772.80. Davon stammen 8000 Franken von Nichtmitgliedern. Zwar nennt die Partei nicht die Namen ihrer Spender, sie betont aber, dass keine Firmen, Verbände oder Stiftungen darunter seien.

Die budgetierten Kosten für den Wahlkampf belaufen sich auf 103 500 Franken. Den Fehlbetrag hoffen die Grünen bis Ende Jahr durch Spenden einholen zu können. Den grössten Posten machen die Plakate mit 23 000 Franken aus. Für die Kampagnenleitung geben die Grünen 15 000 Franken, für Aktionen 10 000 Franken aus. Printwerbung macht 13 600 Franken aus, Web 11 000 Franken, darin enthalten sind auch die Ausgaben für den Werbefilm auf YouTube. Je vierstellige Beträge wendet die GP für Flyer, Veranstaltungen, Online-Werbung, Fundraising und Beratung auf.

Artikel der Thurgauer Zeitunbg vom 30. September 2011 / die Zahlen finden Sie auf www.gruene-tg.ch

Im Einsatz für eine nachhaltige Politik

Silvia_Schwyter_klein

Ich wünsche mir eine offene, tolerante Schweiz, in der man respektvoll miteinander umgeht, die Meinung anderer achtet und miteinander nach Lösungen sucht, ohne Andersdenkende auszugrenzen. Ich weiss, dass dies ein grosses Ziel ist. Aber wir sind privilegiert, in einem Land mit einer gut ausgebauten Demokratie und einem sehr hohen Lebensstandard zu leben. Dies ist nicht nur ein Geschenk, sondern auch eine Verpflichtung. Deshalb fühle ich mich verpflichtet, mich für andere einzusetzen, die weniger privilegiert sind.

Probleme gemeinsam lösen
Ich will mich für eine nachhaltige Politik einsetzen, die auch die Interessen der kommenden Generationen vermehrt berücksichtigt. Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit sind deshalb für mich zentrale Anliegen. In einer immer komplexeren und globaleren Umwelt müssen wir gemeinsam mit gegenseitigem Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme die Zukunft gestalten. Nur gemeinsam können wir die immer grösseren, oft grenzüberschreitenden Probleme lösen.

Ausstieg aus Atomenergie nötig
Die schrecklichen Ereignisse der letzten Zeit haben uns nicht unberührt gelassen, viele von uns sind aufgerüttelt worden. Die meisten von uns haben erkannt, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Nun müssen dem Umdenken aber auch Taten folgen. Die AKW-Katastrophe in Fukushima hat gezeigt, dass auch Kernkraftwerke mit einem hohen Ausbaustandard nicht wirklich sicher sind. Jedes Jahr kommt es auch in der Schweiz durchschnittlich zu einem Dutzend Störfällen. Deshalb ist ein definitiver Ausstieg aus der Atomenergie nötig.

Die Schweizer Landwirtschaft ist unter Druck. Die internationale Konkurrenz und der Preisdruck gefährden die Produktion qualitativ hochstehender Lebensmittel. Für mich ist klar, dass die Schweizer Landwirtschaft auf dem internationalen Markt nur eine Chance hat, wenn die hohen Standards für Ökologie, das Tierwohl und die Qualität auch für Importe gelten.

Die Landschaft besser schützen
Den forcierten Freihandel und den Einsatz von Gentechnologie lehne ich ab. Nur eine Landwirtschaft, die mit der Natur arbeitet, hat Zukunft. Jede Sekunde wird in der Schweiz ein Quadratmeter Grünfläche überbaut. So verschwindet täglich eine Fläche von zehn Fussballfeldern unter Strassen, Einkaufszentren, Parkplätzen und Häusern. Die Landschaft als nicht vermehrbares Gut muss besser vor der Zersiedelung geschützt werden.

Dank guter Infrastrukturplanung sollen Wohnen, Arbeiten, Bildung, Einkaufen und Freizeit wieder näher zusammengebracht werden. In Städten und Dörfern mit einer guten Lebensqualität verringern sich der Bodenverbrauch und der Ressourcenverbrauch ganz allgemein, und gleichzeitig können die Erschliessungskosten gesenkt werden.

Stimme für den grünen Thurgau
Es ist an der Zeit, dass der grüne Thurgau in Bern wieder eine Stimme erhält. Nach 16 Jahren als Gemeindeammann und 7 Jahren im Kantonsrat verfüge ich über einiges an politischer Erfahrung und will mich in Bern für eine gesunde Umwelt, gerechte Verteilung der Güter und verbesserte Chancengleichheit für alle einsetzen, für eine starke und fortschrittliche Schweiz, auf die wir alle stolz sein dürfen.
Silvia Schwyter
www.silvia-schwyter.ch

Smartvote – irreführendes Politschema

Christian_Schmid_klein

Smartvote ist eine praktische und sinnvolle Wahlhilfe: Aufgrund von Fragen zu diversen Themenbereichen kann jedermann die Übereinstimmung zu den Kandidierenden in seinem Kanton ermitteln.

Grundsätzlich fragwürdig ist aber das daran angehängte Politschema ‘Smartmap’, welches die politische Landschaft stark vereinfacht in konservativ-liberal und links-rechts unterteilt.

Unzutreffend ist die Gegenüberstellung von “konservativ” und “liberal”. Der Gegenpol von “konservativ” (bewahrend, vergangenheitsbezogen) ist nach meinem Verständnis “progressiv” (fortschrittlich, zukunftsorientiert). Der Gegenpol zu “liberal”, welche die Freiheit der Einzelpersonen meint, ist “sozial”, was soviel bedeutet, wie der Gemeinschaft verpflichtet. Liberale Ansichten sind nicht zwingend “progressiv”, so wenig wie soziale Bestrebungen mit “konservativ” gleichzusetzen sind. Dazu nur ein Beispiel: Wer Umweltanliegen als “konservativ” qualifiziert oder gar als politisch „links” einstuft, negiert, dass fortschrittliche Unternehmen in der Berücksichtigung von grünen Anliegen eine grosse Chance für technischen Fortschritt und die Sicherung von Arbeitsplätzen sehen.

Den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ist daher zu empfehlen, ihre Antworten direkt mit jenen der Kandidierenden zu vergleichen. Zudem sollten die Betreiber von Smartvote möglichst bald einmal ihr Gedankenschema überprüfen. Dieses ist so wissenschaftlich problematisch und politisch irreführend.

Christian Schmid
www.ch-schmid.ch

Grenzen des Wachstums und der Mobilität

Christian_Schmid_klein

Die Sorge um den starken Schweizer Franken und die Befürchtungen einer bevorstehenden wirtschaftlichen Rezession beschäftigen zur Zeit im Bundeshaus die PolitikerInnen am meisten. Auch bei uns im Thurgau hofft man, mit einer neuen Hochleistungsstrasse und mit anderen Lockmitteln den Kanton sowohl zu einem noch interessanteren Wirtschaftsstandort als auch zu einer noch attraktiveren Touristenregion zu machen. Auf der andern Seite beklagen zum Teil dieselben Leute die Zuwanderung, welche überwiegend durch neu geschaffene Arbeitsplätze verursacht wird, und ebenso den zunehmenden Verkehr, dessen Infrastruktur gemäss aktuellen Zahlen des Bundes schon heute in der Schweiz eine Fläche fast so gross wie der Thurgau einnimmt, wovon 90% auf Strassen entfallen.
So kann es auf die Dauer nicht mehr weitergehen. Die bewohnbare und wirtschaftlich nutzbare Fläche der Schweiz ist begrenzt, selbst wenn wir das ganze Mittelland überbauen und zubetonieren. Das aber will im Ernst niemand. Also machen wir uns doch schon jetzt Gedanken über eine Schweiz, die ihre Infrastrukturen zwar verbessert, aber nicht mehr ausweitet. Auch noch so erfolgreiche Unternehmen dürfen dann ihre Kapazitäten in unserem Land nicht mehr ausbauen. Sie müssen sogar das tun, was sie jeweils androhen, wenn man sie stärker zur Kasse bitten möchte: Ihre zusätzlichen Betriebserweiterungen ins Ausland verlagern, dort wo die künftigen Arbeitskräfte selbst wohnen statt diese in unser Land zu holen. Es braucht darum im Thurgau auch keine Bodensee-Thurtal-Strasse, die ja vor allem dazu dient, weitere Unternehmen anzulocken. Sie würde den Transitverkehr erzeugen, den es noch gar nicht gibt, und zudem der Verlagerung des Verkehrs von der Strasse auf die Schiene entgegenwirken.

Wachstumsbegrenzung ist kein Schlagwort für sogenannt volksnahe Politik. Aber sie ist ein Thema für alle einsichtigen und verantwortungsbewussten Wählerinnen und Wähler, die auch den künftigen Generationen ein gesundes und menschenwürdiges Leben in unserem Land garantieren möchten.

Wirtschaftswachstum und Zuwanderung

Christian_Schmid

Mit einer neuen Angstmacherkampagne bringt sich die SVP Schweiz in Stellung für die eidgenössischen Wahlen. Dabei wird die Schuld für die unbestrittenermassen hohe Zuwanderung der vergangenen Jahre dem Bundesrat und den anderen Parteien in die Schuhe geschoben.

Wer sich die Mühe nimmt und die Zahlen des Bundes analysiert, erkennt, dass der weitaus grösste Teil an Zuwanderung durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze erfolgt ist und nicht etwa durch Asylbewerber. Dadurch hat die Schweizer Wirtschaft im gleichen Zeitraum ein kräftiges Wachstum erlebt. Konsequenterweise müsst also die SVP gegen mehr Wirtschaftswachstum sein und propagieren, keine neuen Arbeitskräfte mehr anzustellen. Aber ihre Repräsentanten im Thurgau machen genau das Gegenteil: Sie wollen wachsen und stellen immer neue Leute ein: Stadler Rail in Bussnang hat in den letzten 10 Jahren rund 1200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Viele davon wurden mit Zuwanderern besetzt. Bei der Bauernschaft und im Gesundheitswesen, ist die Situation ähnlich. Auch da sind ausländische Arbeitskräfte sehr gefragt.

Aber nicht nur wirtschaftlich sondern auch politisch verhält sich die SVP widersprüchlich: Denn Steuergeschenke an reiche Ausländer (Pauschalbesteuerung), Opposition gegen die flankierenden Massnahmen bei der Personenfreizügigkeit und Forderungen nach neuen Strassen und Bauzonen sind nicht gerade geeignet, das Bevölkerungswachstum zu stabilisieren.

Wirtschaftswachstum ist zudem kein Naturgesetz. Wir können auch mit etwas weniger sehr gut leben. Und langfristig kommen wir im Interesse der Lebensqualität in unserer kleinräumigen Schweiz nicht darum herum, Arbeitsplätze dorthin zu verlagern, woher die arbeitslosen Wirtschaftsflüchtlinge kommen.

Christian Schmid

www.ch-schmid.ch

Strom ohne Atom für 2 Café crème pro Jahr!

Urs_Oberholzer_klein

Mit grosser Freude nehmen wir Grüne Thurgau den Entscheid der Stadt Frauenfeld zur Kenntnis, den Konsumenten ab 2012 keinen Atomstrom mehr im Strommix anzubieten. Die heute 81 Prozent Atomstrom sollen durch Wasserkraft ersetzt werden, was möglich ist dank dem gleichzeitigen Entscheid des Stromlieferanten EKT, vermehrt in die Naturstrom-Produktion zu investieren. Damit bestätigt der Thurgau seine Position als Pionier in Sachen Ausbau der Erneuerbaren. Naturstrom aus Thurgauer Produktion hat gegenüber dem Import den Vorteil, dass die Wertschöpfung dezentral und bei uns in der Region aufgebaut wird. Das EKT sieht hausgemachtes Potential in Biomasse, Biogas, Holz, Erdwärme und Solarstromanlagen. Die dadurch getätigten Investitionen werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten qualifizierte und nachhaltige Arbeitsplätze generieren.
Dass diese Weichenstellung möglich wurde, ist unter anderem das Verdienst der Grünen, welche sich seit langem für die Erneuerbaren einsetzen. Insbesondere ist es Jürg Joss von den Frauenfelder Grünen zu verdanken, der mit seiner Motion im Gemeinderat die Diskussion ins Rollen gebracht. Die Stadt Frauenfeld beweist mit ihrer Strategie Mut und Weitsicht. Die Grünen Thurgau ermuntern andere Gemeinden, es den Frauenfeldern gleich zu tun und den Schritt in die erneuerbaren Energiequellen heute zu tun – dann können wir schweizweit getrost übermorgen aus der Atomenergie aussteigen!

Urs Oberholzer-Roth
Präsident Grüne Partei Thurgau

Zuwanderung und Wirtschaftswachstum

Christian_Schmid_klein

Mit einer neuen Angstmacherkampagne bringt sich die SVP Schweiz in Stellung für die eidgenössischen Wahlen. Dabei wird die Schuld für die unbestrittenermassen hohe Zuwanderung der vergangenen Jahre dem Bundesrat und den anderen Parteien in die Schuhe geschoben.

Wer sich die Mühe nimmt und die Zahlen des Bundes analysiert, erkennt, dass der weitaus grösste Teil an Zuwanderung durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze erfolgt ist und nicht etwa durch Asylbewerber. Dadurch hat die Schweizer Wirtschaft im gleichen Zeitraum ein kräftiges Wachstum erlebt. Konsequenterweise müsst also die SVP gegen mehr Wirtschaftswachstum sein und propagieren, keine neuen Arbeitskräfte mehr anzustellen. Aber ihre Repräsentanten im Thurgau machen genau das Gegenteil: Sie wollen wachsen und stellen immer neue Leute ein: Stadler Rail in Bussnang hat in den letzten 10 Jahren rund 1200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Viele davon wurden mit Zuwanderern besetzt. Bei der Bauernschaft und im Gesundheitswesen, ist die Situation ähnlich. Auch da sind ausländische Arbeitskräfte sehr gefragt.

Aber nicht nur wirtschaftlich sondern auch politisch verhält sich die SVP widersprüchlich: Denn Steuergeschenke an reiche Ausländer (Pauschalbesteuerung), Opposition gegen die flankierenden Massnahmen bei der Personenfreizügigkeit und Forderungen nach neuen Strassen und Bauzonen sind nicht gerade geeignet, das Bevölkerungswachstum zu stabilisieren.

Wirtschaftswachstum ist zudem kein Naturgesetz. Wir können auch mit etwas weniger sehr gut leben. Und langfristig kommen wir im Interesse der Lebensqualität in unserer kleinräumigen Schweiz nicht darum herum, Arbeitsplätze dorthin zu verlagern, woher die arbeitslosen Wirtschaftsflüchtlinge kommen.

Christian Schmid

www.ch-schmid.ch

Banken zurück zu den Wurzeln !

Christian_Schmid_klein

In den ver­gan­ge­nen Wo­chen diente der Schwei­zer Fran­ken zu­neh­mend als Fluchtwährung aus dem US Dol­lar und dem Euro. Je mehr sich diese Ten­denz be­schleu­nig­te, desto grösser die Un­si­cher­heit auch an den Aktienmärkten, sprich die Kurse san­ken stark. Die Gründe für ersteres lie­gen ei­ner­seits in der Miss­wirt­schaft ei­ni­ger EU-Länder. Diese wurde her­vor­ge­ru­fen durch überbordende Aus­ga­ben von deren Re­gie­run­gen, aber auch durch viele Bürgerinnen und Bürger, die schon seit Jah­ren be­wusst keine Steu­ern zah­len oder diese mas­siv hin­ter­zie­hen.

Zum anderen sind (einmal mehr) massive Übertreibungen für die hohe Volatilität an den Finanzmärkten verantwortlich. Die Hauptakteure dafür sind die Banken, die Ihren vermögenden Kunden empfehlen, in Schweizer Franken zu investieren und gleichzeitig mit ihren Investmentabteilungen​ selber noch kräftig mitspekulieren. Und dies, obwohl vor kurzem viele von ihnen in massiven finanziellen Schwierigkeiten steckten und nicht wenige mit staatlichen Steuergeldern gestützt werden mussten. Doch offenbar sind sie unfähig, sich selber dieser Verantwortung zu stellen und entsprechend zu handeln.

Es ist für mich deshalb klar, dass neben den eingeleiteten Sofortmassnahmen der Schweizerischen Nationalbank und des Bundesrates, möglichst rasch griffige Massnahmen gegen diese spekulativen Auswüchse in der Finanzwirtschaft zu treffen sind.

Dazu gehört etwa eine Tobin-Steuer, die rein spekulative Transaktionen auf geringe kurzfristige Schwankungen von Währungen, Aktien, etc. unattraktiv machen. Gewisse Finanzinstrumente wie etwa die sogenannten Leerverkäufe sind zu verbieten. Sie haben nichts mit realer Wirtschaft zu tun haben, sondern sind reine Spekulationswerkzeuge​ die ins Spielcasino gehören. Die Banken sollten sich wieder ihrem ursprünglichen Zweck zuwenden, nämlich der Kreditvergabe und der Verwaltung von Bankguthaben. Damit würde sich ihr Risikomanagement vereinfachen, die Transparenz verbessern und die überrissenen Löhne, die heute insbesondere im Investmentbanking Tatsache sind, kämen wieder auf ein normales Niveau zurück.

Ich bin selber seit über 15 Jahren in der Finanzwirtschaft tätig und je länger je überzeugter, dass es ohne diese massiven Regulierungen keine dauerhaften Verbesserungen geben wird. Wir brauchen eine Finanzwirtschaft, die allen Menschen nützt und nicht wenigen Spekulanten.ft, die allen Menschen nützt und nicht wenigen Spekulanten.

Christian Schmid

www.ch-schmid.ch

 

Grüne setzen sich für nachhaltige Landwirtschaft ein

Urs_Oberholzer_klein

In seinem Leserbrief in der Thurgauer Zeitungvom 11. August kritisiert Herr Wismer die SVP, was ich nur zu gut verstehe.

Die SVP ist nach wie vor für die Atomenergie – die Grüne Partei fördert hingegen schon seit Jahren erneuerbare Energiequellen. Wir freuen uns an jedem Scheunendach mehr, das mit einer Photovoltaikanlage belegt wird!

Die SVP will zwei neue Schnellstrassen durch den Thurgau bauen – wir hingegen wollen unser Kulturland schützen und die Zersiedelung eindämmen.

Die SVP ist nicht bekannt dafür, dass sie sich konsequent für ökologische Landwirtschaft einsetzt. Ihre politischen Vertreter sind ja auch meist Grossgrundbesitzer. Die Grünen setzen sich für ökologische  Nahrungsmittel ein, die aus der Region stammen und den Landwirten die Möglichkeit für ein anständiges Auskommen garantieren.

Liebe Land- und Energiewirte, Sie sehen, es gibt noch eine andere Partei, die Ihnen Heimat sein kann.

Urs Oberholzer-Roth
Nationalratskandidat, Präsident Grüne Thurgau

Energiepolitisches Schattenboxen

Christian_Schmid_klein

Nachdem der Bundesrat den Entscheid zum Ausstieg aus der Kernenergie gefällt hat, versuchen die politischen Gegner dieses Beschlusses ihrerseits Profit zu ziehen. Sie fordern die Aufhebung des Verbandsbeschwerderechtes bei Energieprojekten. Dieses Vorgehen ist aus 2 Gründen fragwürdig. Zum einen hat das Volk im Jahre 2008 eine Initiative der Zürcher FDP dazu deutlich abgelehnt mit 66% (alle Kantone stimmten dagegen). Zum anderen ist die Anzahl Beschwerden im Verhältnis zu den realisierten Anlagen verschwindend klein: In den Jahren 2009 und 2010 wurden gemäss Statistik des Bundes (KEV) knapp 2’000 Energieanlagen realisiert.

Im gleichen Zeitraum haben Verbände insgesamt 9 Beschwerden gegen Energieprojekte erhoben. 8 dieser Fälle wurden durch die Gerichte ganz oder teilweise gutgeheissen. Mit anderen Worten gesagt: Diese Projekte verletzten geltendes Umweltrecht. Somit kann festgestellt werden, dass weder ein übermässiger Gebrauch des Verbandsbeschwerderechtes vorliegt, noch der Inhalt der Beschwerden unzutreffend war. Hingegen besteht meiner Ansicht nach Handlungsbedarf bei den Bewilligungsverfahren. Diese sind von Bürokratie zu entrümpeln und zu beschleunigen, damit es mit den erneuerbaren Energien rascher vorwärts geht.

Christian Schmid

www.ch-schmid.ch