Initiativen

     

Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten

KRIEGSGESCHÄFTE-INITIATIVE IST LANCIERT

Am Dienstag, 11. April 2017 wurde die Kriegsgeschäfte-Initiative der Jungen Grünen und der GSoA offiziell lanciert. Die Initiative will der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten einen Riegel schieben.

Die Initiative will eine Lücke schliessen: während das Kriegsmaterialgesetz verbietet, die Entwicklung, Herstellung oder den Erwerb von verbotenem Kriegsmaterial direkt zu finanzieren, ist das indirekt nach wie vor möglich. Via Banken, Versicherungen und Pensionskassen investiert der Finanzplatz Schweiz jedes Jahr Milliarden von Franken in das Geschäft mit dem Tod. Die Initiative will, dass kein Schweizer Geld mehr in die internationale Rüstungsindustrie fliesst und damit Konflikte auf der ganzen Welt nährt.

Die Initiative schafft aber auch Transparenz. Heute unterstützen Menschen unwissentlich via ihre Bank oder Pensionskasse die Finanzierung von Rüstungsunternehmen, auch wenn es ihren ethischen Grundsätzen widerspricht.

 

   

Hier Unterschriftenbogen downloaden , unterschreiben und einsenden!:

US_Kriegsmaterial.pdf

 

mehr Infos unter

https://kriegsgeschaefte.ch/

Knappe Ablehnung der Maximallaufzeiten für Schweizer AKW

Mit Bedauern nimmt die Allianz «für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» die Ablehnung der Atomausstiegs-Initiative zur Kenntnis. Zwar ist es gelungen, bis in die politische Mitte und ins bürgerliche Lager Unterstützung und Zustimmung zu holen – für eine Mehrheit hat es letztlich aber knapp nicht gereicht. Das Ergebnis setzt dennoch ein klares Zeichen für einen raschen Atomausstieg mit substantieller Stärkung sowohl des Umstiegs auf erneuerbare Energieproduktion wie auch der Atomaufsicht.

Zwar möchte eine starke Minderheit der Schweizerinnen und Schweizer der Atomenergie ein Ablaufdatum setzen, jedoch ist es nicht gelungen, genügend Stimmberechtigte von der Idee der Volksinitiative zu überzeugen. Erfreulich ist die solide Unterstützung in der Romandie. Fakt ist jedoch, dass es auch fünf Jahre nach der Katastrophe von Fukushima keine Verbesserungen der Sicherheit im ältesten AKW-Park der Welt gibt.

Regula Rytz, Co-Präsidentin der Allianz «für den geordneten Atomausstieg» und Präsidentin der Grünen äussert sich mit gemischten Gefühlen: «Wir sind zwar erfreut über die breite Unterstützung in der Bevölkerung – andererseits ist es natürlich bitter, dass der Abstimmungserfolg nicht gelungen ist. Doch das Thema ist damit nicht vom Tisch. Im Gegenteil: wir haben die Krise der Atomenergiebranche in der Schweiz in der Abstimmungskampagne schonungslos aufdecken können und wollen die Misswirtschaft beenden.»

Für Greenpeace-Kampagnenleiter Christian Engeli, Co-Präsident der Allianz steht fest: «Während des Abstimmungskampfes wurden mehrfach Sicherheitsmängel in den Uralt-AKW aufgedeckt; gleichzeitig haben die Stromkonzerne Attacken auf die atomare Sicherheitsgesetzgebung vollführt. Die Atomaufsicht ENSI braucht deshalb dringend mehr Kompetenzen und ein angemessenes Durchgriffsrecht. Sonst wird das Motto «Laufen lassen, solange sicher» zur gefährlichen Lotterie.»

Jürg Buri, Geschäftsleiter der Schweizerischen Energie-Stiftung SES fügt an: «Die «Energiestrategie 2050» ist erfreulicherweise unbestritten. Alle wichtigen Player aus Politik und Wirtschaft haben im Abstimmungskampf klar ihre Unterstützung zu diesem Projekt zum Ausdruck gebracht. Die SVP ist gut beraten, ihr Referendum abzublasen.» Zudem gab es ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz: «Keine Seite will gemäss den im Abstimmungskampf gemachten Versprechungen Atom- oder Kohlestrom importieren. Wir nehmen diese Zusagen ernst und werden die früheren Gegner einer Dreckstromabgabe auf ihre neue Zustimmung verpflichten.»

Ebenso wurde in der Kampagne die Misswirtschaft der Schweizer Atomindustrie schonungslos ans Licht gebracht: Die AKW-Betreiber stecken in einer tiefgreifenden Finanzkrise. Zur Bewältigung braucht es Transparenz über ihre finanzielle Situation und insbesondere über die effektiven Kosten der Atomstromproduktion. Die eigene Sanierung haben die Konzerne jedoch selbst zu bewältigen.

Die breit abgestützte Allianz aus über 40 Organisationen, hunderten von hoch engagierten Einzelpersonen der Zivilgesellschaft, aus allen Wirtschaftszweigen und jeder politischen Couleur konnten mit dem langjährigen, intensiv verfolgten Projekt «geordneter Atomausstieg» nicht ganz überzeugen. Sie haben über das Lager des umweltschützerisch stark engagierten Spektrums und die Städte hinaus zu wenig Zustimmung und Unterstützung für einen Durchbruch erhalten.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Allianz «für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» werden geeint mithelfen, das Referendum gegen die Energiestrategie 2050 abzuwehren.

 

 

 

 

Atomausstiegs-Initiative

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Inhaltlich fordert die Atomausstiegsinitiative das Betriebsverbot für AKW und maximale Laufzeiten von 45 Jahren für bestehende AKW; wenn es die Sicherheit verlangt, müssen AKW auch schon früher abgeschaltet werden. Darüber hinaus fordert die Atomausstiegs-Initiative eine Energiewende, die auf Einsparungen, Energieeffizienz und dem Ausbau der Erneuerbaren basiert.

Mit Ausnahme der maximalen Laufzeiten für bestehende AKW verfolgt die Initiative somit die gleiche Stossrichtung wie die Energiestrategie 2050 des Bundesrates.

 

   

Zersiedlungsinitiative der Jungen Grünen

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Die Initiative bezweckt:

  • Die Rahmenbedingungen für nachhaltige Quartiere deutlich zu verbessern.
  • Die Zersiedelung wirksam zu stoppen, indem die Bauzonen geschlossen werden.
  • Keine weiteren Ausnahmen für das Bauen ausserhalb der Bauzonen zuzulassen.
  • Moderate Aufstockungen zu ermöglichen.

Die die eidgenössische Zersiedelungsinitiative mit 113’216 gültigen Unterschriften zustande gekommen ist. Nun geht die Initiative weiter an den Bundesrat.

 

 

     

fair-food

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Die fair-food-Initiative wurde am 26.11.15 eingereicht!

Fair schmeckt besser!

Die Fair-Food-Initiative verlangt, was für alle eigentlich selbstverständlich ist: Lebensmittel aus einer naturnahen, umwelt- und tierfreundlichen Landwirtschaft mit fairen Arbeitsbedingungen. Um dies sicherzustellen, braucht es auch für importierte Nahrungsmittel klare ökologische und soziale Standards. Diese werden durch die Fair-Food-Initiative gesetzt.

 

 

Grüne Wirtschaft

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Im September 2012 haben die Grünen mit rund 110'000 gültigen Unterschriften die Volksinitiative "Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)" eingereicht. Mit der Initiative sollen die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in der Bundesverfassung verankert werden.

 

DAS WILL DIE INITIATIVE

Eine Erde bis 2050:
Der ökologische Fussabdruck der Schweiz soll bis ins Jahr 2050 von heute drei auf eine Erde reduziert werden, um Klimawandel, Urwaldabholzung und Überfischung wirksam zu bekämpfen.

Konkrete Zwischenziele und regelmässige Berichterstattung:
Der Umbau zu einer Grünen Wirtschaft erfolgt Schritt für Schritt und wird anhand messbarer Zwischenziele überprüft und korrigiert.

Zusätzliche Massnahmen:
Die Initiative fordert die Stärkung der Forschung und Innovation sowie von Synergien zwischen Wirtschaftsakteuren; Vorschriften für Produkte, Produktionsprozesse und die öffentliche Beschaffung; finanzielle Anreize für Unternehmen sowie Abgaben auf natürliche Ressourcen, damit sich umweltbewusstes Handeln auch finanziell lohnt.

 

5 GUTE GRÜNDE

  1. Die Zukunft der Wirtschaft ist grün
    Nur eine grüne Wirtschaft ist zukunftsfähig. Sie baut auf erneuerbare Ressourcen und setzt auf Innovationen.
  2. Eine intakte Umwelt und mehr Lebensqualität
    Mit der grünen Wirtschaft werden Natur und Umwelt geschont und bleiben den kommenden Generationen erhalten.
  3. Arbeitsplätze mit Zukunft
    Eine grüne Wirtschaft macht die Schweiz wettbewerbsfähig und schafft neue Arbeitsplätze mit Zukunft. Schon heute bietet die grüne Wirtschaft hierzulande rund 160’000 Arbeitsplätze.
  4. Eine gerechte Verteilung
    Mit der Reduktion unseres Ressourcenverbrauchs trägt die Schweiz dazu bei, dass die Menge an Güter weltweit gerechter verteilt wird.
  5. International vernetzt
    Der Wandel zur grünen Wirtschaft findet auch international statt: Von der Rio+20 Konferenz bis zum Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa.